Aufstieg

Nachdem Chris und ich uns von Peter verabschiedet hatten, holte mich die harte Realität schnell wieder ein. Der Aufstieg zur Domhütte war sehr steil, zwar super gesichert aber meine Beine waren von den letzten Tagen total ausgelaugt! Zum Glück hatte ich die 20 kg Rucksackgewicht  nicht mehr, denn mit diesem Gewicht wäre ich wohl nicht hochgekommen! Nach ca. 2 Stunden erreichten wir die Domhütte. Die Hütte  wurde durch einen Neubau erweitern und diesen Sommer fertig gestellt. Sie sieht echt schön aus und auch innen hat der SAC das Alte mit dem Neuen optimal ergänzt. Als ich zur Tür hinein ging, hatte ich genau 135 km reiner Fussmarsch hinter mir. Jetzt hiess es schnell anmelden und dann sofort ab zum Bier!!! Neben der tollen Aussicht konnten wir auch noch die perfekten Flugkünste der Air Zermatt verfolgen. Sie holten die Arbeiter und das Restmaterial ab, denn ab nächster Woche ist die Hütte geschlossen. Unser Bergführer Thomas Good sollte auch noch heute Abend eintreffen. Er kommt direkt vom Matterhorn! Wahnsinn diese Leistung wenn man bedenkt, dass er in der gleiche Woche vier 4000ender besteigt!!!! Nach dem feinen Nachtessen und ein bisschen fachsimplen ging es um 21:30 Uhr ins Bett. Die Nacht verlief für mich nicht optimal, denn meine Beine brannten noch vom Vortag und die Luft im Zimmer besetzt mit 12 Personen liess zu wünschen übrig! Um ca. 03:00 Uhr wurden wir geweckt! Nach dem Frühstück konnte Thomas um 04:05 Uhr endlich mit uns starten. Mit Stirnlampe und einem angenehmen Tritt gingen wir hinter Thomas her. Der Aufstieg verlief über loses Gestein und Eis bis zum Festijoch. Die Temperatur war sehr angenehm und der Sternenhimmel liess das Herz höher schlagen. Nach einer kleinen Klettertour standen wir auf dem Joch. Nun ging es weiter über die Normalroute Richtung Gipfel. Die Route verläuft unter einem gigantischen Gletscherabbruch vorbei und steigt ab einer Höhe von ca. 3900 Meter steil an. Ab dieser Höhe hatte ich Mühe mit der Kraft. Irgendwie war ich total ausgepumpt. Hinzu kam noch der Durst. Da ich die Flaschen im Rucksack hatte, trank ich zu wenig. Mit letzter Kraft schleppte ich mich zum Gipfel, den wir um 09:00 Uhr erreichten. Chris und Thomas sahen irgendwie total locker aus – im Gegensatz zu mir!! Aber oben verspürte ich keine Müdigkeit mehr, denn wir waren auf dem Dom! Es war einfach überwältigend: Wir hatten eine super Aussicht  und nachdem uns Thomas alle Berge ringsum erklärt hatte, ging es wieder zurück Richtung Domhütte. Erst jetzt fiel mir der steile Aufstieg auf. Top motiviert nahmen wir die nächsten 3100 Höhenmeter Abgang in Angriff. Nach einer kurzen Bierpause in der Europahütte trafen wir um 15:15 Uhr in Randa ein, wo uns „Festbruder“ Peter abholte. Hier ging auch unsere TMR-Tour  zu Ende. Ach ja, meine Beine hatten jetzt endgültig genug und ich werde mich in den nächsten Tagen wohl mit dem Muskelkater anfreunden müssen!!!!!!

Bergführer Thomas Good, Werner Gugg und Christoph Landolt (v.l.n.r) auf dem Gipel des Doms.
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Schlussbericht folgt:

Ein Gedanke zu „Aufstieg

  1. Sandra

    Ihr sin einfach geili Siächa! 🙂

    SUPER LEISCHTIG JUNGS! spannend gsi zum lesa und gratuliera ganz herzlich zu dera Leischtig.

    Gruess d’Nochbüri

    Antworten

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